Mai 18, 2010
Einige Tage vor dem Finale der Champions League in Madrid gibt es beim Gegner des FC Bayern München, Inter Mailand, einige Unruhe – trotz des Doublegewinns. Grund hierfür ist einmal mehr der Starcoach der Mailänder, Jose Mourinho. Der 47jährige, der das Team in dieser Saison zum fünften Meistertitel in Folge, zum Pokalsieg und bis ins Finale der Champions League geführt hat, sorgte nämlich nun für einigen Wirbel. Denn der Portugiese verweigerte auf der Meisterfeier die sonst üblichen Jubel-Fotos mit dem Team. Und bei den anschließenden Club-Feierlichkeiten in Mailand erschien er erst gar nicht.
Dies ist aber längst nicht alles. Denn der Coach von Inter Mailand gab auch einige interessante Worte von sich: „Manchmal habe ich mich hier nicht zu Hause gefühlt, es ist nicht das Umfeld, in dem ich glücklich arbeiten kann.“ Nun lässt sich sicherlich über die Gründe insgesamt diskutieren, doch der Zeitpunkt erscheint nicht gerade glücklich, bedenkt man, dass Inter Mailand am kommenden Samstag als erste italienische Mannschaft überhaupt das Triple gewinnen kann.
Es scheint fast so, als seien diese Provaktionen gezielt von Jose Mourinho gesetzt. Denn nach seinen zwei Jahren in Mailand will der Portugiese offenbar auf jeden Fall zu Real Madrid wechseln. Dass dort ein neuer Trainer gesucht wird, ist nach der erneuten Saison ohne Titelgewinn fast schon sicher. Mourinho wiederum kann für eine festgeschriebene Summe offenbar aus seinem Vertrag gekauft werden. Auch wenn Mourinho offiziell davon nichts wissen will, scheinen die Tage des Portugiesen bei Inter Mailand offenbar gezählt zu sein…
Mai 11, 2010
Für ein kleines Ego ist José Mourinho sicher nicht bekannt – der Exzentriker liebt das Rampenlicht und scheut sich nicht vor öffentlichen Auftritten, seien sie noch so umstritten. Nun berichten aber englische Medien von extrem selbstbewussten Forderungen, die der Inter Mailand-Erfolscoach angeblich an Real Madrid gestellt haben soll, falls ein Transfer nach Spanien gelingen soll. Dass er für Inter Mailand ein Wackelkandidat ist, ist nicht gänzlich unbekannt: erst vor Kurzem hatte er, zu seinen Zukunftsplänen befragt, Unsicherheit geschaffen – auf die Frage, ob er in Mailand bleiben würde, antwortete er “Das kann man im Fußball nie wissen”. Eine Zusage an Inter Mailand, die ihn gerne bei sich behalten würde, sieht also anders aus.
Britische Medien berichten nun von vier Forderungen, die Mourinho an die Königlichen gestellt haben soll. Das Paket umfasst totale Kontrolle bei Neuverpflichtungen, einen Vertrag mit Carlos Tevez, der derzeit bei Manchester City spielt sowie mit Maicon, den Mourinho von Inter Mailand mitbringen will, sowie die direkte Verständigung mit Präsident Florentino Peréz, anstatt wie die bisherigen Trainer den Weg über Geschäftsführer Jorge Valdano und den Sportdirektor zu gehen.
Insgesamt klingen die Forderungen durchaus nach Mourinhos großem Ego – ob sie allerdings so in Erfüllung gehen werden, daran scheiden sich die Geister, denn Mourinho wäre der erste Trainer, der es schafft, die Geschäftsführung für den Kontakt nach oben zu umgehen.
April 20, 2010
Jose Mourinho spart nicht mit Lob, als er vor dem Halbfinale der Champions League das Wort ergreift: “Lucio ist die Garantie unserer Abwehr. Ich kann ihm vollkommen vertrauen. Auf ihn können wir einfach nicht verzichten!”, lässt der Trainer, der sich selbst zur Elite unter den Trainern ernannt hat und für den italienischen Fußball sonst wenig gute Worte übrig hat, über seinen Verteidiger verlauten. Mourinho weiss, dass am Dienstag ein schweres Spiel bevorsteht: im Halbfinale wird ihnen der FC Barcelona keine Punkte schenken, denn auch dort ist man fest entschlossen, den Titel zu verteidigen und nicht an Inter Mailand abzutreten. Von dem 31jährigen Brasilianer, den Inter Mailand im Sommer des vergangenen Jahres vom FC Bayern zu sich geholt hat, wird in dieser Partie vieles abhängen. Sein Vorteil: er ist offensiv und hat in der laufenden Saison schon zwei Tore für sich verbucht.
Der FC Barcelona ist Mourinho alles andere als fremd: von 1996 bis 2000 war er dort als Co-Trainer beschäftigt, bis er über Umwege und Zwischenstationen beim FC Porto und beim FC Chelsea vor zwei Jahren zu Inter Mailand kam. Dass er dort nicht so ganz glücklich ist, ist kein großes Geheimnis: er äußerte bereits, dass er zurück in die Premier League möchte, und wird als möglicher Nachfolger von Sir Alex Ferguson gehandelt.
April 13, 2010
Für Real Madrid war es die vierte bittere Pleite gegen den FC Barcelona – die vierte Pleite in Folge, wohlgemerkt. Der letzte Sieg der Kastilier gegen die Katalanen im „Clásico“ datiert vom 7. Mai 2008, und Reals Trainer Manuel Pellegrini wird wohl längst nicht mehr im Amt sein, wenn die Madrilenen irgendwann einmal das nächste Spiel gegen die „Blaugrana“ gewinnen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll der Chilene die längste Zeit Cheftrainer beim spanischen Rekordmeister gewesen sein.
Die Sportzeitung „Marca“, so etwas wie das Hausblatt der „Königlichen“ aus Zentralspanien, berichtete am Montag, dass Pellegrini im besten Fall noch bis Saisonende auf Reals Trainerstuhl wird Platz nehmen dürfen. Denn selbst, wenn Madrid doch noch die Meisterschaft gewinnen sollte (was nach der Niederlage gegen Barça aber unwahrscheinlich ist), wird Pellegrini wohl gehen müssen. Das Aus im Achtelfinale der Champions League gegen Lyon und die riesige Blamage im spanischen Pokal – Real schied nach Hin- und Rückspiel gegen einen Viertligisten aus – wiegen für die Vereinsführung um Sportdirektor Jorge Valdano und Präsident Florentino Perez wohl zu schwer.
Valdano, 1986 mit Argentinien Weltmeister, fand zwar eine andere Sprachregelung: „Pellegrini hat unsere ganze Unterstützung.“ Und auch Defensivspezialist Sergio Ramos sagte, die Mannschaft stehe zum Trainer. Doch kursierten in der Vereinsspitze schon die Namen einiger Nachfolger, wie „Marca“ schreibt. Darunter befinden sich so prominente Namen wie Carlo Ancelotti vom FC Chelsea, Inter-Trainer José Mourinho, Englands Nationaltrainer Fabio Capello (der Real bereits in der Saison 2006/07 betreute) und Liverpool-Coach Rafael Benítez. Auch der ehemalige Nationaltrainer von Portugal und Brasilien, Luiz Felipe Scolari, wird genannt.
April 12, 2010
Die vor Wochen schon sicher geglaubte Entscheidung um den Scudetto, die italienische Fußballmeisterschaft, ist offener denn je. Der seit Wochen in der Liga schwächelnde Champions-League-Halbfinalist und amtierende italienische Meister Inter Mailand hat dabei erstmals seit vergangenem Herbst die Tabellenführung der Serie A verloren. Der bisherige Verfolger AS Rom wagte sich am Wochenende aus dem Windschatten und nützte den erneuten Punkteverlust, den Inter beim 2:2 in Florenz zu beklagen hatte, eiskalt aus.
Nach nur 15 Punkten aus den letzten elf Spielen spricht man in Mailand nun offen von einer Krise – und bemüht gleichzeitig die europäische Königsklasse als Ausrede. „Es kann schon sein, dass uns die Champions League ablenkt“, sagte Inters Technischer Direktor Marco Branca. Inters Startrainer Jose Mourinho wollte sich nach dem Spiel in Florenz nicht äußern, nachdem seine Mannschaft einen sicher geglaubten Sieg noch hergeschenkt hatte – den späten Führungstreffer von Eto’o in der 81. Minute konnten die Spieler aus der Lombardei nicht über die Zeit retten.
In der italienischen Hauptstadt indes träumen die Fans, sofern sie zum AS Rom und nicht zum Lokalrivalen Lazio halten, von der vierten Meisterschaft nach 1942, 1983 und 2001. Nachdem Inter bereits am Samstag das schmerzhafte Unentschieden erleiden musste, konnten die gelb-roten Römer am Sonntag an den Mailändern vorbeiziehen – und das gelang. „Jetzt schnappen wir sie wie Wölfe“, hatte Roma-Trainer Claudio Ranieri seinen Mannen vor dem Spiel eingebläut, und seine Truppe hielt sich daran. Vucinic und Cassetti hatten die Roma schon nach 27 Minuten mit 2:0 in Führung geschossen, der Gegentreffer nach 52 Minuten brachte den AS Rom dann nicht mehr ins Straucheln. Der Sieg hätte durchaus höher ausfallen können.
Februar 24, 2010
Jose Mourinho, Trainer des italienischen Serie A Clubs Inter Mailand, hätte einer eigenen Aussage zufolge englischer Nationaltrainer werden können. Wie der Portugiese in Diensten des italienischen Meisters kurz vor dem Champions League Spiel gegen seinen Ex-Club FC Chelsea erklärte, hat er ein entsprechendes Angebot erhalten. Da Mourinho ablehnte, übernahm der Italiener Fabio Capello im Jahr 2007 den Job des englischen Teammangers und ist noch bis heute in Diensten der FA.
Das damalige Angebot habe ihn ungeheuer stolz gemacht, sagte Mourinho. Er habe daraufhin sehr lange überlegt, ob er die englische Nationalmannschaft übernehmen solle. Auf der einen Seite habe ihn das Angebot unheimlich gereizt. Andererseits allerdings wusste er auch, dass es nicht der richtige Job für ihn sei, erläuterte der Portugiese. Denn er liebe es viel mehr, täglich mit einer Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Nun hätten die Engländer aber ja einen Trainer mit einer großen Erfahrung, dem Mourinho nur das Beste wünsche.
Hätte Mourinho das Angebot angenommen, dann würde er nun auch nicht die nächsten Wochen auf italienischen Tribünen verbringen müssen. Der Coach des italienischen Meisters Inter Mailand ist nämlich dieser Tage für drei Spiele gesperrt worden – wegen Schiedsrichterbeleidigung.