fussball-international.com – Fussball International


April 12, 2010

Inter schwächelt weiter: die Roma ist neuer Tabellenführer

Category: Italien – Autor: michael – 4:54 pm

Die vor Wochen schon sicher geglaubte Entscheidung um den Scudetto, die italienische Fußballmeisterschaft, ist offener denn je. Der seit Wochen in der Liga schwächelnde Champions-League-Halbfinalist und amtierende italienische Meister Inter Mailand hat dabei erstmals seit vergangenem Herbst die Tabellenführung der Serie A verloren. Der bisherige Verfolger AS Rom wagte sich am Wochenende aus dem Windschatten und nützte den erneuten Punkteverlust, den Inter beim 2:2 in Florenz zu beklagen hatte, eiskalt aus.

Nach nur 15 Punkten aus den letzten elf Spielen spricht man in Mailand nun offen von einer Krise – und bemüht gleichzeitig die europäische Königsklasse als Ausrede. „Es kann schon sein, dass uns die Champions League ablenkt“, sagte Inters Technischer Direktor Marco Branca. Inters Startrainer Jose Mourinho wollte sich nach dem Spiel in Florenz nicht äußern, nachdem seine Mannschaft einen sicher geglaubten Sieg noch hergeschenkt hatte – den späten Führungstreffer von Eto’o in der 81. Minute konnten die Spieler aus der Lombardei nicht über die Zeit retten.

In der italienischen Hauptstadt indes träumen die Fans, sofern sie zum AS Rom und nicht zum Lokalrivalen Lazio halten, von der vierten Meisterschaft nach 1942, 1983 und 2001. Nachdem Inter bereits am Samstag das schmerzhafte Unentschieden erleiden musste, konnten die gelb-roten Römer am Sonntag an den Mailändern vorbeiziehen – und das gelang. „Jetzt schnappen wir sie wie Wölfe“, hatte Roma-Trainer Claudio Ranieri seinen Mannen vor dem Spiel eingebläut, und seine Truppe hielt sich daran. Vucinic und Cassetti hatten die Roma schon nach 27 Minuten mit 2:0 in Führung geschossen, der Gegentreffer nach 52 Minuten brachte den AS Rom dann nicht mehr ins Straucheln. Der Sieg hätte durchaus höher ausfallen können.

April 7, 2010

Italiens Fußball kommt nicht zur Ruhe

Category: Italien – Autor: michael – 1:26 pm

Der 2006 aufgeflogene Manipulationsskandal im italienischen Fußball wird möglicherweise noch einmal neu von der Justiz beleuchtet. „Die Sportjustiz muss uns die Möglichkeit geben, uns zu verteidigen. Jetzt gibt es Fakten, die der Fußballverband berücksichtigen muss“, sagte Schiedsrichter Massimo De Santis, der 2006 nach dem Verfahren für ein paar Monate gesperrt wurde. Ins gleich Horn stößt Paolo Bergamo, der ehemalige Schiedsrichterkoordinator: „Ich bin 2006 nicht zurückgetreten, um zu fliehen, sondern weil es wegen des angespannten Klimas keine Möglichkeit gab, mich mit Beweisen und Zeugnissen zu verteidigen. Jetzt bin ich bereit, alles zu klären.“

De Santis und Bergamo beziehen sich auf neu aufgetauchte Mitschnitte von Telefonaten, die offenbar belegen, dass Bergamo dem Präsidenten von Inter Mailand, Massimo Moratti, einen „guten Schiedsrichter“ für ein entscheidendes Meisterschaftsspiel versprochen hatte. Die Mitschnitte wurden von Anwälten des ehemaligen Sportdirektors von Juventus Turin, Luciano Moggi, vorgelegt. Inter Mailand und Juventus Turin gelten als Hauptrivalen im italienischen Fußball. Moggi war der Hauptakteur im Bestechungsskandal, sein Club Juventus musste zwangsabsteigen, während Inter bis heute ungestraft blieb. Das könnte sich, sollten sich die telefonischen Mitschnitte als echte Beweise herausstellen, bald ändern.

März 12, 2010

Didier Drogba vom FC Chelsea ist Afrikas Fußballer des Jahres

Category: Stars – Autor: michael – 5:31 pm

Stürmerstar Didier Drogba vom englischen Premier League Club FC Chelsea ist zum zweiten Mal zu Afrikas Fußballer des Jahres gewählt worden. Der Spieler des WM-Geheimfavoriten Elfenbeinküste setzte sich bei der Abstimmung für 2009 unter den Nationaltrainern der Verbände Afrikas ein wenig überraschend durch. Denn zahlreiche Experten sahen nicht den Teamkollegen des deutschen Nationalmannschaftskapitäns Michael Ballack in Front, sondern den Kameruner Samuel Eto´o von Inter Mailand.

Dieser musste sich jedoch mit dem zweiten Rang begnügen, obwohl er aufgrund seiner tollen Leistungen beim FC Barcelona in der vergangenen Saison favorisiert war. Auf Rang drei folgte der nächste Spieler des FC Chelsea, Michael Essien von Deutschlands WM-Vorrundengegner Ghana bei der Endrunde 2010 in Südafrika.

Didier Drogba konnte die Trophäe des besten afrikanischen Fußballers bereits im Jahr 2006 gewinnen. Nun wurde er Nachfolger von Emmanuel Adebayor (Togo), der im Sommer 2009 vom FC Arsenal zu Manchester City wechselte. Drogba gewann mit dem FC Chelsea den FA-Cup in England. Zudem führte er die Elfenbeinküste zur WM-Endrunde 2010. Dem hingegen konnte Favorit Samuel Eto’o die spanische Meisterschaft, den spanischen Pokalsieg, den Gewinn der Champions League und eine tragende Rolle im Team Kameruns auf dem Weg zur WM-Endrunde in Südafrika vorweisen, was aber nur zum zweiten Rang reichte.

Februar 24, 2010

Jose Mourinho wäre fast englischer Nationaltrainer geworden

Category: England – Autor: michael – 3:51 pm

Jose Mourinho, Trainer des italienischen Serie A Clubs Inter Mailand, hätte einer eigenen Aussage zufolge englischer Nationaltrainer werden können. Wie der Portugiese in Diensten des italienischen Meisters kurz vor dem Champions League Spiel gegen seinen Ex-Club FC Chelsea erklärte, hat er ein entsprechendes Angebot erhalten. Da Mourinho ablehnte, übernahm der Italiener Fabio Capello im Jahr 2007 den Job des englischen Teammangers und ist noch bis heute in Diensten der FA.

Das damalige Angebot habe ihn ungeheuer stolz gemacht, sagte Mourinho. Er habe daraufhin sehr lange überlegt, ob er die englische Nationalmannschaft übernehmen solle. Auf der einen Seite habe ihn das Angebot unheimlich gereizt. Andererseits allerdings wusste er auch, dass es nicht der richtige Job für ihn sei, erläuterte der Portugiese. Denn er liebe es viel mehr, täglich mit einer Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Nun hätten die Engländer aber ja einen Trainer mit einer großen Erfahrung, dem Mourinho nur das Beste wünsche.

Hätte Mourinho das Angebot angenommen, dann würde er nun auch nicht die nächsten Wochen auf italienischen Tribünen verbringen müssen. Der Coach des italienischen Meisters Inter Mailand ist nämlich dieser Tage für drei Spiele gesperrt worden – wegen Schiedsrichterbeleidigung.