März 30, 2010
„El Clasico“ ist offenbar stark gefährdet. Das große Derby in der spanischen Primera Division zwischen den Erzrivalen FC Barcelona und Real Madrid könnte aufgrund eines Streiks ins Wasser fallen. Wie die Spielergewerkschaft AFE nach vielen übereinstimmenden Presseberichten verlauten ließ, erwägt die Spielergewerkschaft, die Fußballer der Primera Division, der höchsten spanischen Spielklasse, zu einer Arbeitsniederlegung aufzurufen.
So protestiert die AFE, dass die spanischen Profi-Vereine sich nicht an bestimmte vertragliche Verpflichtungen halten. Nicht alle spanischen Klubs sind angesprochen, aber ein großer Teil von ihnen. Man ist jedoch noch in Verhandlungen mit dem Liga-Verband (LFP), um doch eine möglichst friedliche Lösung für das Problem zu finden. Ein entscheidender Grund für die Überlegung einer Arbeitsniederlegung sei die Tatsache gewesen, dass rund 15 Prozent der spanischen Profiklubs mit ihren Gehaltszahlungen immer weiter in Rückstand geraten.
Am schlimmsten ist es in der dritten und vierten Liga. Dort wird seit mehreren Monaten den Spielern kein Gehalt mehr gezahlt, hieß es nach Angaben der Spielergewerkschaft. Was nun passiert, wird man abwarten müssen. Noch sind der Liga-Verband und die Spielergewerkschaft diesbezüglich in Verhandlungen. Die Verlierer wären wie immer die Fans. Sie müssten nicht nur auf den Spieltag verzichten, sondern sogar auf das große Derby zwischen dem FC Barcelona und dem spanischen Rekordmeister Real Madrid.
März 27, 2010
Nach der Entlassung von Manolo Jimenez hat der spanische Erstligist FC Sevilla einen neuen Trainer gefunden. Ab sofort ist Antonio Alvarez der neue Übungsleiter bei den Andalusiern. Alvarez übernimmt mit sofortiger Wirkung die Nachfolge des entlassenen Manolo Jimenez. Der neue Coach arbeitete vorher als Assistenztrainer beim spanischen Erstligisten. Er erhält einen Vertrag bis zum Saisonende. Das erste Spiel unter Alvarez als Cheftrainer wird das Ligaspiel am Sonntag gegen den FC Villareal sein.
Der FC Sevilla scheiterte zuletzt an seinen zu großen Ansprüchen. Der UEFA-Cup-Sieger von 2006 und 2007 schaffte es nicht, die große Lücke zu den absoluten Topteams FC Barcelona und Real Madrid zu schließen. In der Primera Division liegt der spanische Klub mit 26 Punkten Rückstand nach 28 Spieltagen weit abgeschlagen zurück. Jimenez musste seinen Hut nach dem 1:1 gegen den Tabellenletzten Deportivo Xerez nehmen. Noch sind zehn Spieltage zu spielen, um die verkorkste Saison aus Sicht des FC Sevilla noch zum Besseren zu wenden.
Der FC Sevilla liegt momentan auf dem fünften Tabellenplatz. Man wollte in die Champions League. Doch nicht nur die scheint in weite Ferne gerückt zu sein, der schon sicher geglaubte Europa-League Platz wackelt. Nun muss der ehemalige Assistenz-und jetzige Cheftrainer Antonio Alvarez das Ruder noch rumdrehen. Ob das klappt, bleibt abzuwarten.
Den Großteil der bisherigen Saison hat Stuttgarts Mittelfeldspieler Alexander Hleb enttäuscht. Der vor Saisonbeginn vom FC Barcelona auf Leihbasis zurückgekehrte weißrussische Nationalspieler findet erst dieser Tage so langsam zu alter Stärke zurück. Und prompt starten die Spekulationen darüber, wo der 28jährige kommende Saison spielen wird. Denn eine Rückkehr zum aktuellen Champions League Sieger nach Spanien scheint eher unwahrscheinlich. Denn die Katalanen verfügen über ein bestens besetztes Mittelfeld.
Doch wenn man aktuellen Spekulationen Glauben schenken darf, dann gibt es bereits einen neuen Arbeitgeber für den Weißrussen. Denn der englische Premier League Club Manchester City hat offenbar große Interesse an dem Mittelfelder, dessen Verbleib beim Deutschen Meister von 2007, VfB Stuttgart, schon an den Finanzen scheitern dürfte. Wie es heißt, soll Manchester City Alexander Hleb einen Vierjahresvertrag unterbreitet haben. Noch steht der Weißrusse allerdings bis 2012 beim FC Barcelona unter Vertrag. Außer Manchester City soll wohl auch ein weiterer Club Interesse an Hleb haben. So bemüht sich wohl auch Aston Villa um die Dienste des osteuropäischen Ballzauberers.
März 17, 2010
Gleich drei Trainer aus dem Ausland stehen am heutigen Mittwoch im Vordergrund. Dabei sind die Schlagzeilen über Pierre Littbarski nicht sonderlich erfreulich. Der ehemalige deutsche Nationalspieler steht nämlich in Liechtenstein offenbar vor dem Aus. Wie es heißt, soll sein Vertrag als Coach des Schweizer Zweitligisten FC Vaduz am Ende der Saison auslaufen und eine Verlängerung erfolgt offenbar nicht. So soll Littbarski auch schon nicht mehr die sportliche Planung für die kommende Saison übernehmen. Dies wurde wohl schon dem ehemaligen liechtensteinischen Nationalspieler Manfred Moser anvertraut. Er soll den kompletten Kader für 2010/2011 zusammenstellen. Der 49jährige Littbarski ist seit November 2008 Trainer des FC Vaduz.
Mehr Grund zur Freude hat da schon der spanische Coach Josep Guardiola vom FC Barcelona. Er ist nun nämlich zum „Katalanen des Jahres 2009“ gewählt worden. Der Coach erhielt bei der Wahl eines TV-Senders und einer Zeitung die mit Abstand meisten Stimmen. Unter dem Erfolgscoach konnte „Barca“ im vorigen Jahr sechs Titel gewinnen: die spanische Meisterschaft, den spanischen Cup, den spanischen Supercup, die Champions League, den Europäischen Supercup sowie Ende des Jahres auch die Club-WM.
Ebenso glücklich wie Guardiola dürfte Iain Dowie sein. Der Nordire ist nämlich zum neuen Trainer von Hull City ernannt worden. Er ersetzt damit den nach vier Niederlagen in Folge entlassenen Phil Brown. Dowie trainierte bislang nur einmal kurz in der Premier League. 2006 stieg er bei Charlton Athletic ein, konnte den Abstieg aber nicht mehr verhindern. Bei den „Tigers“ soll ihm nun aber das Kunststück Klassenerhalt gelingen.
März 12, 2010
Stürmerstar Didier Drogba vom englischen Premier League Club FC Chelsea ist zum zweiten Mal zu Afrikas Fußballer des Jahres gewählt worden. Der Spieler des WM-Geheimfavoriten Elfenbeinküste setzte sich bei der Abstimmung für 2009 unter den Nationaltrainern der Verbände Afrikas ein wenig überraschend durch. Denn zahlreiche Experten sahen nicht den Teamkollegen des deutschen Nationalmannschaftskapitäns Michael Ballack in Front, sondern den Kameruner Samuel Eto´o von Inter Mailand.
Dieser musste sich jedoch mit dem zweiten Rang begnügen, obwohl er aufgrund seiner tollen Leistungen beim FC Barcelona in der vergangenen Saison favorisiert war. Auf Rang drei folgte der nächste Spieler des FC Chelsea, Michael Essien von Deutschlands WM-Vorrundengegner Ghana bei der Endrunde 2010 in Südafrika.
Didier Drogba konnte die Trophäe des besten afrikanischen Fußballers bereits im Jahr 2006 gewinnen. Nun wurde er Nachfolger von Emmanuel Adebayor (Togo), der im Sommer 2009 vom FC Arsenal zu Manchester City wechselte. Drogba gewann mit dem FC Chelsea den FA-Cup in England. Zudem führte er die Elfenbeinküste zur WM-Endrunde 2010. Dem hingegen konnte Favorit Samuel Eto’o die spanische Meisterschaft, den spanischen Pokalsieg, den Gewinn der Champions League und eine tragende Rolle im Team Kameruns auf dem Weg zur WM-Endrunde in Südafrika vorweisen, was aber nur zum zweiten Rang reichte.
März 10, 2010
Der spanische Rekordmeister Real Madrid hat sein nächstes Debakel in der Champions League erlebt. Die „Königlichen“ brachten es nun tatsächlich fertig, zum sechsten Mal in Folge im Achtelfinale der Königsklasse zu scheitern. Da nutzen selbst die 250 Millionen Euro nichts, die Real Madrid vor Saisonbeginn in den Kader investierte, um beispielsweise Superstar Cristiano Ronaldo von Manchester United zu verpflichten. Allein er kostete satte 94 Millionen Euro.
In Halbzeit eins am heutigen Abend gegen das Team von Olympique Lyon konnte der Portugiese auch unter Beweis stellen, dass er der beste Fußballer der Welt ist. Seine überragende Vorstellung krönte er schon nach wenigen Minuten mit dem 1:0 Führungstreffer für Real Madrid. Zahlreiche Großchancen ließen die „Königlichen“ allerdings aus und Lyon ging mit einem glücklichen 0:1 in die Pause. Nach dem 2:1 Hinspielsieg wäre Lyon damit ausgeschieden. Doch in der zweiten Halbzeit übernahm Lyon mehr und mehr das Kommando und kam 15 Minuten vor dem Ende zum verdienten Ausgleich. Mit dem 1:1 erreichte Olympique Lyon das Viertelfinale und die Franzosen stürzten Real Madrid in die nächste Ohnmacht.
Damit könnte es nun am 22. Mai zum größten Horror für jeden Real Madrid Fan kommen. Denn dann wird das Finale der Champions League im Bernabeu-Stadion angepfiffen. Doch nicht die einheimischen „Königlichen“ werden dann den Pot in den Abendhimmel zu Madrid strecken – sondern vielleicht der Titelverteidiger FC Barcelona. Eine grausame Vorstellung, die in Madrid derzeit die Runde macht.
März 8, 2010
In den großen ausländischen Ligen ging es am Wochenende wieder enorm spannend zu. In der Primera Division in Spanien gab es an der Tabellenspitze einen Führungswechsel. Der bisherige Spitzenreiter FC Barcelona leistete sich einen Ausrutscher und spielte nur 2-2 bei UD Almeria. Dieses Unentschieden war sogar glücklich für den amtierenden Meister. Zwei Tore von Superstar Lionel Messi brachten den Punktgewinn. Glück benötigten auch die „Königlichen“ von Real Madrid. Sie gewannen ihr Heimspiel gegen den FC Sevilla mit 3-2, nachdem sie schon 0-2 zurück lagen. Doch Cristiano Ronaldo, Sergio Ramos und der Ex-Hamburger Rafael van der Vaart mit seinem Tor in der 90. Minute sorgten für den Heimerfolg von Real Madrid. Damit liegen die „Königlichen“ nun mit 62 Punkten und einem Torverhältnis von 67:20 knapp vor dem Erzrivalen aus Barcelona (62 Punkte, 61:16 Tore).
In England kam es zu einem erwarteten Führungswechsel in der Tabelle. Manchester United kam zu einem hart umkämpften 1-0 Sieg bei den Wolverhampton Wanderers durch ein Tor von Paul Scholes. Da der FC Chelsea am Wochenende jedoch nicht in der Liga, sondern im FA Cup im Einsatz war und mit einem 2-0 gegen Stoke City das Halbfinale erreichte, ist Manchester United nun in Front. Die „Red Devils“ liegen mit 63 Punkten aus 29 Spielen zwei Punkte vor dem FC Chelsea, der nun ein Spiel weniger hat. Ebenfalls 61 Punkte bei allerdings ebenfalls 29 Spielen hat der Tabellendritte der Premier League, der FC Arsenal. Die „Gunners“ kamen zu einem leichten 3-1 Heimerfolg gegen Aufsteiger Burnley.
In der italienischen Serie A waren am Wochenende mal wieder die Abwehrspieler die dominierenden Akteure. In den zehn Spielen gab es ganze 17 Tore. Von dieser Torarmut betroffen war auch das Spitzentrio. Tabellenführer Inter kam zuhause gegen den FC Genua nicht über ein 0-0 hinaus. Damit verpasste es das Team von Jose Mourinho, den Abstand auf den Stadtrivalen AC und den AS Rom zu vergrößern. Denn im Spitzenspiel zwischen der Roma und dem AC gab es ebenfalls ein torloses 0-0. Hierbei gab es das Comeback von Luca Toni. Der Stürmer wurde nach seiner mehrwöchigen Verletzung gut 30 Minuten vor dem Ende eingewechselt. In der Tabelle der Serie A führt nach 27 Spieltagen Inter mit 59 Punkten vor dem AC Mailand (55 Punkte) und dem AS Rom (52).
Februar 28, 2010
In der spanischen Meisterschaft setzt sich der beinahe alljährliche Zweikampf zwischen dem Rekordmeister Real Madrid und dem FC Barcelona fort. Die beiden Erzrivalen kamen am Samstagabend Beide zu erneuten Siegen. Damit liegt der FC Barcelona nach 24 Spieltagen nach wie vor an der Spitze der Primera Division mit 61 Punkten. Die „Königlichen“ von Real Madrid folgen mit 59 Punkten dahinter.
Der FC Barcelona konnte sein Heimspiel gegen den FC Malaga mit 2:1 gewinnen. Vier Tage nach dem Champions League Spiel beim VfB Stuttgart tat sich „Barca“ erneut schwer, um das Match gegen Malaga zu gewinnen. Pedro sorgte nach fast 70 Minuten für die Führung für den FC Barcelona, die Malaga in der 81. Minute ausgleichen konnte. Der argentinische Superstar Lionel Messi sorgte dann drei Minuten später für den 2:1 Siegtreffer für den FC Barcelona gegen den FC Malaga.
Zuvor konnte Rekordmeister Real Madrid problemlos mit 5:1 (2:0) beim Tabellenvorletzten CD Teneriffa gewinnen. Dies war bereits der sechste Sieg in Folge für die „Königlichen“. Für die 2:0 Pausenführung sorgte der argentinische Nationalspieler Gonzalo Higuain (29., 41.). Nachdem Teneriffa mit dem ersten Angriff nach der Pause durch Ayoze zum 1:2 kam, schöpften die Gastgeber nochmals Hoffnung. Doch nur zwei Minuten später sorgte der Brasilianer Kaka für das 1:3. Die weiteren Treffer steuerten die Superstars Cristiano Ronaldo (80., Foulelfmeter) und Raul (90.) bei.