April 14, 2010
Auch wenn der Coach der brasilianischen Nationalmannschaft Carlos Dunga bereits Interesse an einer Rückkehr Ronaldinhos in seine Heimat bekundet hat und die Gerüchteküche nahezu überkocht: der Star-Fußballer möchte von alledem derzeit zumindest offiziell nichts wissen. Gegenüber einer italienischen Zeitung teilte Ronaldinho mit, er konzentriere sich derzeit ausschließlich auf den AC Milan: „ Im Moment habe ich nur Milan im Kopf. Ich möchte hier mein Bestes geben, um die Saison zu einem guten Abschluss zu bringen. Was danach kommt, werden wir sehen“, ließ Ronaldinho verlauten und weckte damit Hoffnungen, den Weltstar in Südafrika in Aktion sehen zu können.
Derzeit spielt Ronaldinho mit dem AC Mailand um den italienischen Scudetto in der Serie A und erzielte ganze neun Tore, 17 weitere Vorlagen führten zum Treffer. Der AC Mailand soll nach Medienberichten allerdings ein großes Interesse daran haben, den Star bei sich zu halten: die Zeitung berichtet weiter, Ronaldinho läge ein Vertrag vor, der seinen 2011 auslaufenden Vertrag mit Mailand vorzeitig bis 2014 verlängern soll. Dass der 31jährige danach noch einmal einen Vertrag in Europa unterzeichnet, ist eher unwahrscheinlich – er selbst kann sich eine Rückkehr in seine Heimat zwar grundsätzlich vorstellen, ließ aber wissen, dass er darüber erst in ein paar Jahren entscheiden möchte. Es bleibt also weiterhin spannend um die Zukunft des ehemaligen Fußballer des Jahres 2004.
April 12, 2010
Der Chelsea-Manager Carlo Ancelotti teilte britischen Medienberichten zufolge mit, dass er seine Zukunft in Italien sieht. Zugleich gab er einen Tipp ab, wer den diesjährigen Titel in der italienischen Serie A einheimsen werde: seiner Meinung nach werde der Pokal an seinen ehemaligen Verein nach Rom gehen.
Dort war der Manager in den 80er Jahren acht Jahre lang als aktiver Spieler auf dem Spielfeld und heimste mit dem Verein 1093 den Titel ein. Gegenüber einem Radiosender teilte Ancelotti mit, er sei überrascht, dass der AS Rom Inter Mailand überrundet hatte. Es sei eine ungewöhnliche Saison mit Ranieri, der Dinge tat, die niemand ernsthaft erwartet hätte.
Die größte Herausforderung für den AS Rom sieht er darin, sich mit nur einem Punkt Abstand auf der Tabellenspitze zu halten – doch mit Ranieri als Trainer sieht er gute Chancen für Rom: „Rom brauchte einen Trainer wie Ranieri. Er hat es geschafft, die Mannschaft zusammenzuführen.“ Er setzte fort: „Der Verein hat die richtige Entscheidung getroffen, ihn zu engagieren – er kennt Rom sehr gut. Ich bin Rom sehr verbunden und spreche häufig mit Bruno Conti: ich freue mich über den Erfolg, den sie derzeit haben“. Ferner teilte Ancelotti mit, dass er mittelfristig nach Italien zurückkehren wolle, auch wenn er derzeit bei Chelsea zufrieden sei.
Die vor Wochen schon sicher geglaubte Entscheidung um den Scudetto, die italienische Fußballmeisterschaft, ist offener denn je. Der seit Wochen in der Liga schwächelnde Champions-League-Halbfinalist und amtierende italienische Meister Inter Mailand hat dabei erstmals seit vergangenem Herbst die Tabellenführung der Serie A verloren. Der bisherige Verfolger AS Rom wagte sich am Wochenende aus dem Windschatten und nützte den erneuten Punkteverlust, den Inter beim 2:2 in Florenz zu beklagen hatte, eiskalt aus.
Nach nur 15 Punkten aus den letzten elf Spielen spricht man in Mailand nun offen von einer Krise – und bemüht gleichzeitig die europäische Königsklasse als Ausrede. „Es kann schon sein, dass uns die Champions League ablenkt“, sagte Inters Technischer Direktor Marco Branca. Inters Startrainer Jose Mourinho wollte sich nach dem Spiel in Florenz nicht äußern, nachdem seine Mannschaft einen sicher geglaubten Sieg noch hergeschenkt hatte – den späten Führungstreffer von Eto’o in der 81. Minute konnten die Spieler aus der Lombardei nicht über die Zeit retten.
In der italienischen Hauptstadt indes träumen die Fans, sofern sie zum AS Rom und nicht zum Lokalrivalen Lazio halten, von der vierten Meisterschaft nach 1942, 1983 und 2001. Nachdem Inter bereits am Samstag das schmerzhafte Unentschieden erleiden musste, konnten die gelb-roten Römer am Sonntag an den Mailändern vorbeiziehen – und das gelang. „Jetzt schnappen wir sie wie Wölfe“, hatte Roma-Trainer Claudio Ranieri seinen Mannen vor dem Spiel eingebläut, und seine Truppe hielt sich daran. Vucinic und Cassetti hatten die Roma schon nach 27 Minuten mit 2:0 in Führung geschossen, der Gegentreffer nach 52 Minuten brachte den AS Rom dann nicht mehr ins Straucheln. Der Sieg hätte durchaus höher ausfallen können.
April 8, 2010
Der Vertrag des VfB-Stürmers Jeronimo Maria Barreto Claudemir da Silva, den meisten Leuten eher als „Cacau“ bekannt, wird zum Saisonende auslaufen – und bereits im März hatte Cacau in den Medien kundgetan, dass er eine Verlängerung nicht in Betracht zieht. Zunächst wurden dann Spekulationen darüber laut, dass Felix Magath seinen Zögling, den er vor einigen Jahren aus Nürnberg zum VfB Stuttgart geholt hatte, nach Schalke abwerben wolle. Der Berater des Brasilianers verriet indes, dass es tatsächlich Anfragen von Schalke gab – ebenso wie aus Wolfsburg und Hoffenheim. Auch Sevilla soll Interesse an dem Stürmer gezeigt haben – entscheidend wird voraussichtlich das Gehalt sein, das der künftige Club dem Spieler zu zahlen bereit ist: der VfB hatte ihm eine Gehaltserhöhung auf 2 Millionen pro Jahr angeboten, was offenbar nicht ausreichend ist.
Nun platzt mitten in die Spekulationen die Meldung italienischer Medien, dass auch der AC Mailand in Verhandlungen mit Cacau stehen soll: Berichten zufolge sollen die „Rossoneri“ dem Brasilianer ein stolzes Jahresgehalt von 2,7 Millionen Euro angeboten haben. Dort allerdings wäre Cacau nur einer von drei Topspielern und müsste sich neben Pato und Ronaldinho unter Beweis stellen – doch der AC Mailand wischt die Gerüchte mit einem Satz vom Tisch. So behauptet Sport-Direktor Ariedo Braida, dass es sich bei den Mitteilungen um reine Fantasiekonstrukte handle. Mehr wollte er dazu aber auch nicht sagen – und so wird es wohl noch eine Weile spannend bleiben, welcher Verein das Buhlen um den begehrten Stürmer gewinnen wird.
April 7, 2010
Der 2006 aufgeflogene Manipulationsskandal im italienischen Fußball wird möglicherweise noch einmal neu von der Justiz beleuchtet. „Die Sportjustiz muss uns die Möglichkeit geben, uns zu verteidigen. Jetzt gibt es Fakten, die der Fußballverband berücksichtigen muss“, sagte Schiedsrichter Massimo De Santis, der 2006 nach dem Verfahren für ein paar Monate gesperrt wurde. Ins gleich Horn stößt Paolo Bergamo, der ehemalige Schiedsrichterkoordinator: „Ich bin 2006 nicht zurückgetreten, um zu fliehen, sondern weil es wegen des angespannten Klimas keine Möglichkeit gab, mich mit Beweisen und Zeugnissen zu verteidigen. Jetzt bin ich bereit, alles zu klären.“
De Santis und Bergamo beziehen sich auf neu aufgetauchte Mitschnitte von Telefonaten, die offenbar belegen, dass Bergamo dem Präsidenten von Inter Mailand, Massimo Moratti, einen „guten Schiedsrichter“ für ein entscheidendes Meisterschaftsspiel versprochen hatte. Die Mitschnitte wurden von Anwälten des ehemaligen Sportdirektors von Juventus Turin, Luciano Moggi, vorgelegt. Inter Mailand und Juventus Turin gelten als Hauptrivalen im italienischen Fußball. Moggi war der Hauptakteur im Bestechungsskandal, sein Club Juventus musste zwangsabsteigen, während Inter bis heute ungestraft blieb. Das könnte sich, sollten sich die telefonischen Mitschnitte als echte Beweise herausstellen, bald ändern.
März 30, 2010
Beim WM-Titelverteidiger Italien macht man sich Sorgen. Man ist sich noch nicht sicher, wer das italienische Nationalteam nach der WM in Südafrika betreuen wird. Das liegt vor allem daran, dass die Trainerdiskussion immer noch weiter anhält. Dies ist Gift für die Stimmung im Team angesichts der Tatsache, dass in gut zwei Monaten die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika beginnt.
Allerdings gibt es ein Statement von Italiens Nationaltrainer Marcello Lippi, der der italienischen Sportzeitung “Gazzetta dello Sport” Folgendes sagte:”Verbandspräsident Giancarlo Abete weiß schon, was ich nach der WM machen werde”. Dies wurde nach einhelliger Meinung der italienischen Journalisten als Rücktritt ausgelegt. Der Druck auf Lippi erhöhte sich zunehmend, nachdem Verbandspräsident Abete wiederholt Klarheit gefordert hatte.
Dieselbe Situation ereignete sich nämlich auch mit Marcello Lippis Vorgänger Roberto Donadoni. Dieser startete aufgrund derselben Vertragssituation geschwächt in die Europameisterschaft 2008. Nur bei einem erfolgreichen Abschneiden Italiens bei der EM hätte der italienische Verband mit Donadoni weitergemacht.
Sollte Lippi nach der Weltmeisterschaft nun doch gehen, so bräuchte sich der italienische Verband keine allzu großen Sorgen um die Nachfolge machen. Es stünden eine ganze Menge Trainer bereit. Da wären zum Beispiel Cesare Prandelli vom AC Florenz, Claudio Ranieri vom AS Rom oder doch der Favorit Carlo Ancelotti. Doch dieser ist zur Zeit Trainer des englischen Erstligisten FC Chelsea London.
März 23, 2010
Wie es aussieht, bahnt sich im italienischen Fussball eine wahre Revolution an. In Italien wird offen darüber diskutiert, ob der Spieltag in der Serie A nach dem Vorbild Englands gesplittet werden sollte. Dies bedeutet im Klartext, dass ein Spieltag nicht mehr, wie bisher üblich in Italien, überwiegend am Samstag und Sonntag zu sehen sein soll, sondern sich über das ganze Wochenende, also von Freitag bis Sonntag, erstrecken soll. Eine weitere Überlegung ist, ob nicht bestimmte Spiele schon zur Mittagszeit angepfiffen werden sollten. Dies wäre ebenfalls ein absolutes Novum im italienischen Fussball. Liga-Präsident Maurizio Beretta scheint dieser Idee offen gegenüberzutreten und wäre ein starker Befürworter dieser neuen Terminierung.
Ziel des Ganzen ist die verstärkte Fokussierung des Fußballs in der Öffentlichkeit. So soll auch die zweite italienische Liga, die Serie B, stärker in den Blickpunkt der italienischen Tifosi rücken. Dies wäre dann aufgrund der neuen Vielzahl an Live-Spielen möglich. Ein weiterer Vorteil dieses Splittings wäre das Resultat von mehr gezeigten Live-Spielen. Es wird automatisch mehr Geld generiert. Geld, das der italienische Verband und dessen Klubs dringend brauchen. Der Zuschauer kommt dabei auch auf seine Kosten. So wird er nicht mehr “gezwungen”, sich für eine Partie zu entscheiden, sondern kann sich mehrere Spiele am Wochenende anschauen. Die Frage ist, ob und wenn ja, wann diese neue Regelung in Kraft treten wird. Die früheste Möglichkeit bietet sich am Anfang der nächsten Saison an.
März 21, 2010
Trotz seiner schweren Verletzung im Meisterschaftsspiel gegen Chievo Verona am 14.März 2010, als sich der englische Superstar die Achillessehne riss, scheint AC Mailands Superstar David Beckham auf dem Transfermarkt immer noch sehr begehrt zu sein. Nach mehreren Medienberichten ist bekannt geworden, dass der englische Premier League Club West Ham United seine Fühler nach ihm ausgestreckt hat. David Gold, Miteigentümer von West Ham United sagte: „Er hat noch sehr viel anzubieten. Sollte er verfügbar sein, werden wir ein Angebot machen.“ Allerdings ist der 34-jährige noch bis Ende Juni an den AC Mailand ausgeliehen. Bis Ende 2012 steht er bei Los Angeles Galaxy unter Vertrag.
Indes will sich der italienische Spitzenklub trotz Verletzung und langwieriger Pause die Dienste des 115-maligen englischen Nationalspielers weiterhin sichern. Mailands Geschäftsführer Adriano Galliani gab an, dass man alles dafür tun werde, um David Beckham zu halten. Bei West Ham United würde man es sehr begrüßen, würde “Becks” nach England zurückkehren. Da er in der Nähe des Klubs, im östlichen Teil Londons geboren wurde, glaubt man, mit David Beckham den idealen Botschafter zu haben. Ob der Londoner Klub es tatsächlich schafft, den ganz großen Coup zu landen und David Beckham zu verpflichten, darf mit Spannung verfolgt werden.
März 8, 2010
In den großen ausländischen Ligen ging es am Wochenende wieder enorm spannend zu. In der Primera Division in Spanien gab es an der Tabellenspitze einen Führungswechsel. Der bisherige Spitzenreiter FC Barcelona leistete sich einen Ausrutscher und spielte nur 2-2 bei UD Almeria. Dieses Unentschieden war sogar glücklich für den amtierenden Meister. Zwei Tore von Superstar Lionel Messi brachten den Punktgewinn. Glück benötigten auch die „Königlichen“ von Real Madrid. Sie gewannen ihr Heimspiel gegen den FC Sevilla mit 3-2, nachdem sie schon 0-2 zurück lagen. Doch Cristiano Ronaldo, Sergio Ramos und der Ex-Hamburger Rafael van der Vaart mit seinem Tor in der 90. Minute sorgten für den Heimerfolg von Real Madrid. Damit liegen die „Königlichen“ nun mit 62 Punkten und einem Torverhältnis von 67:20 knapp vor dem Erzrivalen aus Barcelona (62 Punkte, 61:16 Tore).
In England kam es zu einem erwarteten Führungswechsel in der Tabelle. Manchester United kam zu einem hart umkämpften 1-0 Sieg bei den Wolverhampton Wanderers durch ein Tor von Paul Scholes. Da der FC Chelsea am Wochenende jedoch nicht in der Liga, sondern im FA Cup im Einsatz war und mit einem 2-0 gegen Stoke City das Halbfinale erreichte, ist Manchester United nun in Front. Die „Red Devils“ liegen mit 63 Punkten aus 29 Spielen zwei Punkte vor dem FC Chelsea, der nun ein Spiel weniger hat. Ebenfalls 61 Punkte bei allerdings ebenfalls 29 Spielen hat der Tabellendritte der Premier League, der FC Arsenal. Die „Gunners“ kamen zu einem leichten 3-1 Heimerfolg gegen Aufsteiger Burnley.
In der italienischen Serie A waren am Wochenende mal wieder die Abwehrspieler die dominierenden Akteure. In den zehn Spielen gab es ganze 17 Tore. Von dieser Torarmut betroffen war auch das Spitzentrio. Tabellenführer Inter kam zuhause gegen den FC Genua nicht über ein 0-0 hinaus. Damit verpasste es das Team von Jose Mourinho, den Abstand auf den Stadtrivalen AC und den AS Rom zu vergrößern. Denn im Spitzenspiel zwischen der Roma und dem AC gab es ebenfalls ein torloses 0-0. Hierbei gab es das Comeback von Luca Toni. Der Stürmer wurde nach seiner mehrwöchigen Verletzung gut 30 Minuten vor dem Ende eingewechselt. In der Tabelle der Serie A führt nach 27 Spieltagen Inter mit 59 Punkten vor dem AC Mailand (55 Punkte) und dem AS Rom (52).
März 3, 2010
Verflucht nochmal, der neue Strafenkatalog in der höchsten italienischen Liga hat nun mit aller Härte zugeschlagen. Denn es gab nun die ersten Strafen in der Serie A fürs Fluchen! Der Trainer des italienischen Erstligisten Chievo Verona, Domenico Di Carlo, ist jetzt wegen Fluchens für ein Spiel gesperrt worden. Gleiches Schicksal erlangte auch den Spieler Davide Lanzafame vom AC Parma. Beide wurden damit die ersten Opfer des neu eingeführten Strafenkatalogs für schlechtes Benehmen auf dem Spielfeld.
Den neuen Regeln der italienischen Serie A zufolge dürfen Schiedsrichter fluchende Spieler sofort mit einer roten Karte des Feldes verweisen. Zudem können Offizielle bis um 16 Uhr des folgenden Tages den Videobeweis zum Einsatz bringen. Auch damit können dann fluchende Übeltäter bestraft werden. Doch nicht nur das Fluchen wird bestraft. Beispielsweise ziehen auch selbstgemalte Slogans auf den T-Shirts unter den Trikots künftig Strafen nach sich. Damit will der italienische Fußballverband das Verhaltensniveau in der Serie A verbessern.