Mai 4, 2010
Gleich mehrere italienische Zeitungen wissen heute verschiedene Transfer-Gerüchte um den AC Mailand zu berichten: ein Blatt berichtet, dass der FC Chelsea sich auf einen doppelten Coup vorbereitet. Demzufolge soll Carlo Ancelotti den Top-Stürmer Alexandro Pato ins Visier genommen haben und gewillt sein, dabei auch gleich noch Innenverteidiger Thiago Silva im Gepäck mitzunehmen. Pato spielt derzeit seine dritte Saison in San Siro, nachdem er mit 17 Jahren aus Brasilien transferiert wurde, und konnte auch in der aktuellen Saison mit brillanten Leistungen aufwarten: bei 28 Erscheinungen traf er 14-mal ins Tor, der 25jährige Brasilianer Thiago Silva stand ganze 37-mal auf dem Rasen. Beide zusammen, so die Medien, sollen für eine kombinierte Ablöse von satten 80 Millionen Euro zum FC Chelsea kommen, wenn Ancelottis Pläne zutreffen.
Auch der AC Mailand soll derzeit auf der Suche nach Nachwuchs sein: diesmal steht der argentinische Innenverteidiger Nicolas Otamedi hoch im Kurs. Der 22jährige, der aktuell beim argentinischen Velez Sarsfield BA unter Vertrag steht, soll den Rossoneri 12 Millionen Euro wert sein. Die stehen allerdings auch in Konkurrenz zu Bayern München und Real Madrid, die ebenfalls Interesse an dem argentinischen Nachwuchstalent signalisiert haben. Vermutungen zufolge wird das Rennen allerdings der Verein machen, der bereit ist, die von Velez Sarsfield BA anvisierten 20 Millionen zu bezahlen – Otamedi hat gute Chancen, während der Weltmeisterschaft als Verteidiger für die argentinische Nationalmannschaft eingesetzt zu werden.
Luca Toni steht vor einem handfesten Problem: nach dem derzeitigen Stand ist die Zeit für den 32jährigen gekommen, um sich mental auf den Abschied vom AS Roma vorzubereiten – aber genau damit mag er sich absolut nicht anfreunden. Toni ließ in italienischen Medien bereits verlauten, dass er auf keinen Fall zurück in die Mannschaft von Louis van Gaal möchte, von der aus er in der Winterpause an die Römer ausgeliehen worden war. Dabei lief es für den 32jährigen in Rom gar nicht mal so gut: er erzielte zwar in insgesamt 15 Spielen für den AS Rom 5 Tore und eine weitere Vorlage, musste sich aber dennoch öfter mit der Bank begnügen.
Beim FC Bayern München, der Toni in der Winterpause an Rom ausgeliehen hat, erwartet ihn allerdings nur Unheil: das Verhältnis zu Louis Van Gaal ist nachhaltig gestört und von diversen Meinungsverschiedenheiten überschattet, zudem blüht ihm dort ein Dauerplatz auf der Bank – neben Gomez, Klose, Müller, Olic, Robben und Ribery ist kaum noch Platz für einen weiteren aktiven Stürmer.
Nun stellt sich lediglich die Frage, ob der AS Rom in der Lage – und gewillt – ist, den Italiener für ein weiteres Jahr bei sich zu verpflichten – wenn das nicht der Fall ist, hat Toni wenig rosige Aussichten. Durch sein Alter ist eine Übernahme von einem anderen Verein unsicher, und so droht schlimmstenfalls ein Jahr auf der Bank bis zum Ruhestand.
Mai 3, 2010
Verkehrte Welt: Lazio Rom kassiert Tore – und die römische Fankurve jubelt lauter als die gegnerischen Fans. Die Kicker von Inter Mailand werden von den Laziali wie Helden gefeiert, und beim AS Rom macht sich Fassungslosigkeit über das Geschehene breit. Kann Vereinshass so weit gehen, dass jeglicher sportlicher Grundgedanke dabei verloren geht? In jedem Fall wogen die Emotionen nach dem Spiel hoch: die Fans bejubeln den Gegner, halten ironische Spruchbänder hoch und freuen sich über beide kassierte Tore, als hätte Lazio soeben die Meisterschaft beschlossen. So war es allerdings auch beinahe: durch das 2:0 gegen Lazio hat Inter Mailand seinen ersten Tabellenplatz wieder zurückerobert und den AS Rom, den verhassten Lokalgegner der Laziali, zurück auf den zweiten Platz verbannt.
AS Roma-Präsidentin Rosella Sensi wetterte: “Ich hätte mich an Inters Stelle geschämt, so zu gewinnen!”, was Mourinho mit einem “Wir brauchen uns für nichts zu schämen!” erwiderte. Erst Manager Gian Paolo Montali versuchte, ein wenig zu besäftigen und räumte ein, Mailand hätte ohnehin gewonnen und könne nichts für die Spieler von Lazio, die auffällig wenig Einsatz und Gegenwehr zeigten. Dennoch, betonte er, handle es sich um eines der hässlichsten Kapitel der italienischen Fußball-Geschichte. Und zumindest, was das Verhalten der Fans anbelangt, gibt es daran wohl keine Zweifel.
Mario Balotelli hat wenig Freunde – das ist nicht erst seit dem “Trikot-Skandal” bekannt. Dass Gewalt auf italienischen Tribünen kein gänzlich neues Problem ist, weiss man auch schon seit geraumer Zeit – doch diesmal gingen die Tifosi zu weit: nachdem er nach dem Halbfinale gegen Barcelona in der Tiefgarage körperlich angegriffen wurde, folgte nun der zweite Schlag. Unbekannte hatten die Radmuttern an seinem Auto gelöst – wodurch der 19jährige ums Leben kommen könnte, wäre der Sabotage-Akt nicht rechtzeitig bemerkt worden. Details sind bisher noch nicht bekannt, erst vor Kurzem teilte ein italienisches Fußball-Magazin die Nachricht von dem Anschlag mit.
Mario Balotelli selbst ist freilich auch kein unbeschriebenes Blatt: auch vor Trainer José Mourinho machte er keinen Halt und ließ seinen Zorn an ihm verrauchen – und landete dafür auch schon auf der Reservebank. Der temperamentvolle Italiener war mehrfach wegen diverser Skandale in die Schlagzeilen geraten und hatte längst die Gunst der Tifosi, der radikalen Inter Mailand-Fans, verspielt. Sein Berater übt hingegen harte Kritik insbesondere an Mourinho: der habe nach seiner Ansicht ein gemeinsames Feindbild gesucht und es in Balotelli gefunden, sodass der schwarzhäutige Italiener, der häufig rassistischen Bemerkungen und Gesten zum Opfer fällt, gar keine Chance hatte, sich zu etablieren. Wie dem auch sei: ein Anschlag auf sein Leben ist unsportlich und verachtenswert – zwar sind noch keine Details bekannt, doch der Verdacht liegt nahe, dass es sich um einen neuen Angriff aus den Reihen des Fanblocks handelt.
April 28, 2010
Nachdem in den vergangenen Tagen mehrfach Gerüchte durch die Medien kursierten, die davon berichteten, dass der FC Chelsea den brasilianischen Top-Stürmer Alexandre Pato ins Visier genommen haben, lässt der Sportdirektor des AC Mailand, Ariedo Braido, deutliche Worte fallen, die keinen Zweifel an ihrer Ernsthaftigkeit aufkommen lassen:
Diese Storys in der Presse sind nicht als Fantasien. Es gibt keinerlei Probleme, und es ist sinnlos, wieder zu betonen, dass er hier in Mailand zufrieden ist. Pato wird Mailand nicht verlassen.
Braido bezieht sich damit vorrangig auf Gerüchte, Pato hätte in den vergangenen Wochen mit dem FC Chelsea geliebäugelt, insbesondere italienische Medien schürten diese Gerüchte weiter und berichteten von gegenseitigem Interesse, und der AC Mailand soll sich gegen eine Ablöse von 50 Millionen bereit erklärt haben, Pto ziehen zu lassen. Die Gerüchte weckten auch bei anderen Spielern Begehrlichkeiten, und so wurde bereits gemutmaßt, Mario Balotelli würde einen Wechsel von Inter Mailand zum Lokalkonkurrenten in Betracht ziehen, da er sich selbst schon von Kindheit an zur Fangruppe des AC Milan zählt.
Bereits im vergangenen Jahr hatten mehrere Vereine versucht, Pato in ihr Lager zu locken: der FC Chelsea hatte ebenso Interesse an dem Stürmer bekundet wie Real Madrid, Braidos Team scheint jedoch fest entschlossen, Pato um jeden Preis zu halten – was kaum verwundert angesichts 14 Toren bei 28 Spieleinsätzen.
April 23, 2010
In die Gerüchteküche rund um diverse Transfers platzten nun Berichte italienischer Medien, die Pato erneut in Verbindung mit dem FC Chelsea bringen. Bereits vor einiger Zeit gab es einige Spekulationen darüber, ob der Brasilianer sich nach England umorientiert – und zumindest die finanziellen Voraussetzungen scheinen durchaus realistisch: der AC Mailand, für den der 20jährige nun bereits die dritte Saison bestreitet, lässt derzeit Spielergehälter von maximal 4 Millionen zu. Der FC Chelsea hat den Berichten zufolge 45 Millionen Euro für Alexandre Pato geboten, Vize-Präsident Adriano Galliani soll aber einem Wechsel nur für 50 Millionen zustimmen.
Der 20jährige Brasilianer kann beim AC Mailand auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken: 28mal stand er für den AC Mailand auf dem Rasen und konnte in dieser Zeit ganze 14 Tore für sich verbuchen – ein Tor bei jedem zweiten Spiel bedeutet eine respektable Statistik, die ihn schon mehrmals für internationale Vereine interessant machte. Ein möglicher Ersatz könnte auch schon bereit stehen, spekuliert die italienische Tageszeitung weiter: zwischen dem 19jährigen Italiener Mario Balotelli und dem AC Mailand soll es schon mehrfach zu Sympathiebekundungen gekommen sein – der Stürmer ist derzeit bei Inter Mailand unter Vertrag und soll schon Zeit seines Lebens AC Mailand-Fan sein. Er konnte in 31 Einsätzen 9 Tore und 5 Vorlagen in seiner Statistik verbuchen.
April 22, 2010
Doppelangebot: italienischen Medien zufolge soll Juventus Turin ein besonderes Angebot für den FC Arsenal vorbereiten. In den Berichten ist die Rede von einem Angebot für Arsenal-Stürmer Robin Van Persien, für den die Italiener gleich zwei Spieler anbieten sollen: zum einen ihren langjährigen Torhüter Gianluigi Buffon, und als Bonus soll noch Mittelfeld-Spieler Felipe Melo Bestandteil des Angebots sein, das in Arsenal ankommen soll.
Van Persie hatte sich gerade erst von einer langwierigen Verletzung erholt, die ihn vom November an auf die Bank gezwungen hatte, zeigte sich aber beim Spiel gegen Tottenham Hotspur in der vergangenen Woche bereits wieder sehr stark. Der FC Arsenal steht mit hauchdünnem Rückstand hinter dem FC Chelsea und Manchester United auf dem dritten Tabellenplatz, und der Verlust eines Spielers wie Van Persie würde Arsenal schwer treffen.
Juventus hat allerdings eine eher enttäuschende Saison hinter sich und scheint entschlossen, das Blatt zu wenden – hierfür werden einige personelle Umstrukturierungen anstehen. David Trezeguet wird Juventus Turin vermutlich verlassen, sodass Bedarf an einem Stürmer wie Van Persie entsteht. Der FC Arsenal hingegen soll auf der Suche nach einem neuen Torwart Ausschau halten, und auch Melo gehörte bereits im vergangenen Jahr beim Wechsel zu Juventus Turin eines der Ziele von Arsenal-Coach Wenger. Der Deal scheint also nicht ganz abwegig – die kommenden Wochen werden Klarheit bringen.
April 21, 2010
Sowohl englische als auch italienische Medien berichten übereinstimmend, dass der AC Mailand Manchester United offenbar ein Angebot für Stürmer Dimitar Berbatov unterbreiten will. In den vergangenen Wochen gab es mehrfach Spekulationen über die Zukunft des 29jährigen Bulgaren – Sir Alex Ferguson soll sein Vertrauen in den Stürmer verloren haben und beabsichtigte den Berichten zufolge, ihn im Sommer nach dem Ende der laufenden Saison zu verkaufen. Berbatov spielte in der laufenden Saison 35-mal und erzielt dabei zwölf Tore, weitere drei Vorlagen verhalfen Manchester United zu Toren – dennoch hatte Berbatovs Leistung nicht ausgereicht, um den Verein im Kampf um den Titel im Rennen zu halten.
Erst vergangene Woche wurden Gerüchte laut, Sir Alex Ferguson plane, an seine Stelle Karim Benzema zu stellen, doch bereits am Tag darauf dementierte Berbatovs Berater die Gerüchte und teilte mit, es gäbe für Berbatov keinen Anlass, über einen Vereinswechsel nachzudenken. Ein Insider des AC Mailand soll gegenüber der Presse mitgeteilt haben, dass zwar bisher noch keine Verhandlungen stattgefunden hätten, seitens Mailand aber großes Interesse an Berbatov bestünde und man dort erwarte, dass er eine Bereicherung für den Fußball in Italien sei. Manchester United hatte Berbatov zur Saison 2008/2009 für 38 Millionen von Tottenham Hotspur übernommen.
April 20, 2010
Jose Mourinho spart nicht mit Lob, als er vor dem Halbfinale der Champions League das Wort ergreift: “Lucio ist die Garantie unserer Abwehr. Ich kann ihm vollkommen vertrauen. Auf ihn können wir einfach nicht verzichten!”, lässt der Trainer, der sich selbst zur Elite unter den Trainern ernannt hat und für den italienischen Fußball sonst wenig gute Worte übrig hat, über seinen Verteidiger verlauten. Mourinho weiss, dass am Dienstag ein schweres Spiel bevorsteht: im Halbfinale wird ihnen der FC Barcelona keine Punkte schenken, denn auch dort ist man fest entschlossen, den Titel zu verteidigen und nicht an Inter Mailand abzutreten. Von dem 31jährigen Brasilianer, den Inter Mailand im Sommer des vergangenen Jahres vom FC Bayern zu sich geholt hat, wird in dieser Partie vieles abhängen. Sein Vorteil: er ist offensiv und hat in der laufenden Saison schon zwei Tore für sich verbucht.
Der FC Barcelona ist Mourinho alles andere als fremd: von 1996 bis 2000 war er dort als Co-Trainer beschäftigt, bis er über Umwege und Zwischenstationen beim FC Porto und beim FC Chelsea vor zwei Jahren zu Inter Mailand kam. Dass er dort nicht so ganz glücklich ist, ist kein großes Geheimnis: er äußerte bereits, dass er zurück in die Premier League möchte, und wird als möglicher Nachfolger von Sir Alex Ferguson gehandelt.
April 19, 2010
Zwei Vereine, zwei Spieler, ein Deal: zumindest, wenn man italienischen Medien Glauben schenken mag, sollen jüngsten Berichten zufolge die Vereinsspitzen von Juventus Turin und Manchester United miteinander in Verhandlungen stehen. Der Inhalt der Gespräche: ein Tausch von Juventus Turins Torhüter Gianluigi Buffon, der nach Manchester gehen soll – und im Gegenzug will Juventus den Manchester-Innenverteidiger Nemanja Vidic für sich gewinnen. Der Hintergrund der Transfer-Verhandlungen: Manchester United ist derzeit auf der Suche nach einem langfristigen Ersatz für den 39jährigen Niederländer Edwin Van der Sar – und Sir Alex Ferguson hatte keine Anzeichen dafür gegeben, dass er Ben Foster oder Tomasz Kuszczak die Verantwortung über das Tor von Manchester übertragen wolle. Bereits vergangene Woche wurde berichtet, dass der stellvertretender Juventus-Direktor Roberto Bettega in Manchester unterwegs gewesen sei, um Buffon entweder bei Manchester City oder bei Manchester United unterzubringen – Buffon selbst soll inzwischen die Nase voll haben von Transfer-Gerüchten über ihn. Über Vidics Zukunft bei Manchester United wurde in den vergangenen Wochen hinreichend spekuliert: zum einen sollen Differenzen zwischen Vidic und Sir Alex Ferguson bestehen, zum anderen soll Ferguson seinerseits wenig glücklich über Vidics Gesundheitsprobleme sein, trotz derer Vidic in der aktuellen Saison immerhin 27-mal auf dem Platz stand und ein Tor erzielte. Italienische Medien spekulieren nun über eine mögliche Ablösesumme für Buffon: ihren Schätzungen zufolge ist Buffon neben Vidic eine Zahlung von 20 Millionen Pfund wert.