April 19, 2010
Es ist ein hin und her: schon seit Wochen wird in spanischen Medien darüber spekuliert, ob der FC Arsenal-Mannschaftskapitän Cesc Fabregas zum Saisonende Großbritannien verlässt und in seine Heimat zurückkehrt – wieder und wieder wird er mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht. In der vergangenen Woche meldete sich Arsenal-Präsident Peter Hill-Wood zu Wort und ließ öffentlich verlauten, dass zwischen dem englischen Verein und Barcelona Absprachen stattgefunden hätten,die darauf hinauslaufen, Fabregas kein Angebot aus Spanien zukommen zu lassen. Hiervon wollte allerdings Barcelona nichts wissen: kurz darauf dementierte Barcelonas Sportdirektor Txiki Begiristain die Äußerungen und teilte in der spanischen Presse mit, dass sich Barcelona zu keinem Zeitpunkt festgelegt habe, Fabregas kein Angebot zu machen – und machte damit die Verwirrung perfekt. Für die Presse ist dieses Statement neues Futter, und so tauchte nun ein Bericht auf, nach welchem der scheidende Barcelona-Prässident Joan Laporta vergangene Woche nach Marokko gereist sei. Offiziell wurde die Reise als Geschäftsreise für seine Anwaltskanzlei deklariert, zudem sollen dort Gespräche über die Eröffnung einer Fuball-Schule stattgefunden haben. Eine spanische Tageszeitung kam allerdings nicht umhin, dabei festzuhalten, dass sich zur gleichen Zeit Fabregas in Marokko aufhielt – im Urlaub, um sich von seinem gebrochenen Bein zu kurieren, und eine marokkanische Tageszeitung wusste sogar von eienm Treffen zwischen Laporta und Fabregas zu berichten. Es bleibt also weiterhin unklar, ob Fabregas nach Ablauf der Saison weiterhin beim FC Arsenal bleiben wird, oder ob er zurück in seine Heimatstadt kehren wird.
April 14, 2010
Vor dem Derby gegen Arsenal heute Abend baut Tottenham Hotspur-Manager Harry Redknapp die Mannschaft auf: diese Saison sei gut, egal ob Hotspur heute abend den FC Arsenal besiegt oder nicht. Aktuell liegt Tottenham Hotspur mit 4 Punkten und einem Spiel weniger hinter Manchester City zurück und hat vor dem Ende der Saison noch eine Begegnung mit Liverpool vor sich – die Hoffnungen auf einen Erfolg in der Champions League hängen davon ab, ob die Spurs Manchester City noch vom vierten Platz in der Tabelle verdrängen können.
Im Hinblick auf die Geschichte des Vereins sagte Redknapp, er habe noch Hoffnung auf den vierten Platz in der Tabelle, doch rückblickend auf die letzte 20 Jahre, wo Tottenham Hotspur meist in der Tabellenmitte blieb, wäre bereits ein fünfter Platz ein echter Erfolg. „Wir liegen zwei Punkte vor dem FC Liverpool und haben noch zwei Spiele zu spielen – wer hätte das zum Beginn der Saison gedacht? Manchester City ist auf Platz 4, aber das ist in Anbetracht der Gelder, die sie für Spieler ausgegeben haben, auch gerechtfertigt – sie mussten in die Top 4 kommen.“ Redknapp beziffert die Kosten für Tevez als Beispiel auf runde 47 Millionen Pfund – angesichts solcher Summen ist ein vierter Platz tatsächlich das Mindeste.
Der Arsenal Präsident Peter Hill-Wood vom FC Arsenal plauderte englischen Medienberichten zufolge aus dem Nähkästchen und berichtete von Absprachen zwischen dem FC Barcelona und Arsenal. Demzufolge soll Barcelona versprochen haben, im Sommer kein Angebot für Cesc Fabregas abzugeben.
Fabregas brach sich im Viertelfinale der Champions League gegen Barcelona das Bein, was seine Saison vorzeitig beendete – während der Saison war er in Topform und machte sich für Barcelona überaus interessant: 19 Tore und 12 Vorlagen konnte Fabregas für sich verbuchen. Kaum verwunderlich, dass kurz darauf Gerüchte durch die Medienwelt schwirrten, in denen darüber spekuliert wurde, ob Barcelona den 22jährigen Mittelfeldspieler zurück in seine Heimat holen wird.
Hill-Wood berichtete von einem geheimen Treffen zwischen den Vereinsspitzen, während dem eine Zusage getroffen wurde, dass Barcelona kein Gebot für Fabregas abgeben wird – Arsenal gehe nicht davon aus, dass Barcelona sein Wort brechen würde. Hill-Wood teilte weiter mit, dass die Spieler an dem Treffen nicht zugegen waren, ihnen aber später davon berichtet wurde. Er berichtete, dass die Zusage nach den Medien-Spekulationen auch die Spieler überrascht habe, und fügte an, dass er sich nicht sicher sei, ob Fabregas überhaupt in den Spielerkader kommen würde. „Wir sind darüber froh. Fabregas ist ein Arsenal-Spieler, und wir wollen, dass er Arsenal-Spieler bleibt. Wir hoffen, dass er für lange Zeit bei uns bleibt.“
April 13, 2010
Um den englischen Liverpool Football Club steht es derzeit nicht besonders gut. Sportlich muss der Verein in dieser Saison darum kämpfen, sich wenigstens für die Europa Liga zu qualifizieren. Zwar stehen die „Reds“ in eben diesem Wettbewerb im Halbfinale, doch finanziell lohnt sich der Nachfolger des UEFA-Cups nicht wirklich. Dabei könnte der Verein aus Englands Westen ein wenig Geld ganz gut gebrauchen. Denn der FC Liverpool hat nicht nur sportliche Sorgen, auch finanziell klemmt es gewaltig beim ruhmreichen 18maligen englischen Meister.
So soll der Club neuesten Berichten zufolge jetzt zum Verkauf freigegeben worden sein. Offenbar wird Barclays Capital, die Investment-Sparte des Londoner Finanzunternehmen Barclays, vom FC Liverpool damit beauftragt werden, sich auf die Suche nach einem ernsthaft interessierten Käufer zu machen. Ein Insider will wissen, dass der Verkauf eine halbe Milliarde Pfund (etwa 570 Millionen Euro) in die leeren Kassen des Clubs spülen soll.
Die aktuellen Besitzer des Vereins, die US-Amerikaner Tom Hicks und George Gillett, haben das Interesse an ihrem Spielzeug demnach wohl komplett verloren. War zunächst die Rede davon, nur einen Teil des Clubs zu veräußern, so soll nun angeblich der gesamte Verein abgestoßen werden. Barclays Capital soll sich wohl schon in den kommenden Tagen konkret auf die Suche nach Investoren machen.
Das Engagement von Gillett und Hicks, die den FC Liverpool im Februar 2007 für damals 174 Millionen Pfund übernahmen, wird von den Anhängern des Vereins seit jeher äußerst kritisch gesehen. Die Anteilseigner haben sich untereinander des Öfteren gestritten, sich aber auch schon in die sportlichen Belange des Trainers Rafael Benítez einzumischen versucht. Dass die sportliche Lage momentan nicht die beste ist, gibt den schwelenden Konflikten permanent neue Nahrung. Wie die seriöse Sonntagszeitung Sunday Times am Wochenende berichtete, soll Barclays dem Verein zunächst rund 300 Millionen Pfund für eine Umschuldung zur Verfügung stellen.
April 12, 2010
Wie englische Medien berichten, hat Arsenal-Manager Arsene Wenger Interesse an dem uruguayanischen Verteidiger Caceres bekundet, der beim FC Barcelona unter Vertrag steht und derzeit leihweise bei Juventus spielt. Martin Caceres gilt als hoffnungsvolles Talent: in der vorletzten Saison war er von Villarreal zu Barcelona gewechselt, hatte dort aber mit mehreren Verletzungen zu kämpfen und kam so nur 16-mal zum Einsatz. In der aktuellen Saison schien er genesen und wechselte dann leihweise zu Juventus Turin, wo er einen guten Saisonstart hingelegt hat, dann aber erneut mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Juventus soll sich derzeit dagegen sträuben, die vereinbarte Ausleihgebühr in Höhe von 10 Millionen Pfund zu bezahlen.
Arsenal-Manager Wenger steht indes unter Zugzwang, nachdem die Verträge von Sol Campbell und William Gallas im Sommer enden und die spielerischen Qualitäten von Mikael Silvestre fraglich sind – derzeit ist Thomas Vermaelen der einzig zukunftssichere Innenverteidiger bei Arsenal. Diese Lücke könnte Caceres ausfüllen – als Verteidiger ist er vielseitig und kann in allen Positionen eingesetzt werden, aber seine bevorzugte Position ist der Platz des Innenverteidigers. In der Nationalmannschaft von Uruguay spielte Caceres insgesamt 18 Einsätze und könnte Wengers Suche nach Verstärkung für die Verteidigung von Arsenal beenden. Eine Bestätigung blieb wie üblich bislang aus.
April 10, 2010
Der Bezahlsender Sky muss eine schwere Niederlage verdauen. Der Konzern hat die Rechte für die Verbreitung der englischen Barclays Premier League auf mobile Empfangsgeräte an den US-Fernsehsender ESPN verloren. Der Kanal, der zur Disney-Gruppe gehört, darf nun in den drei kommenden Spielzeiten in England exklusiv Premier League-Fußballinhalte an mobile Empfänger senden. Eine Saison in England umfasst 380 Spiele, insgesamt also wird ESPN in drei Jahren über die mobilen Rechte an 1.140 Fußballspielen verfügen. Deutsche Fans der höchsten englischen Spielklasse sind davon vorerst nicht betroffen, da Sky hierzulande bis 2013 und somit ebenfalls für die kommenden drei Jahre noch die Rechte innehat.
ESPN steigt damit erstmals im Rahmen aktuellen nationalen Sportgeschehens in einem europäischen Land ein. Lynne Frank, Managing Director des in Bristol, Connecticut, ansässigen Senders, erklärte nach dem Bekanntwerden der neuen Rechtesituation: „Mobile Angebote fürs Handy sind unverzichtbar für Fußball-Fans, die einfach, schnell Zugang zu den neuesten Spielen haben wollen, wo immer sie sind.“ Noch existieren keine genaueren Angaben darüber, was sich für die englischen Fans ändern wird.
April 9, 2010
Fünf Spiele sind noch auszutragen für die Barclays Premier League, doch Patrice Evra gibt sich schon jetzt betont siegessicher. Ungeachtet des Spiels am vergangenen Dienstag gegen Bayern München, als Manchester Uniteds Träume von einem Sieg in der Champions League platzten, teilt der Franzose siegesgewiss mit: „Wir werden in der Liga siegen!“ Der Außenverteidiger aus dem Senegal war 2006 für ganze acht Millionen Euro zu Manchester United gewechselt und war vom Start weg sehr erfolgreich mit dem Verein – im ersten Jahr heimsten sie den englischen Meistertitel und den League Cup ein, zwei Jahre darauf folgte der Sieg in der Champions League.
Das Ausscheiden aus der Champions League war für ihn nach eigenen Worten ein großer Schock – so hatte Evra sich die Saison nicht vorgestellt. „Ich hätte nie erwartet, dass wir so ausscheiden werden, aber wenn wir raus sind, haben wir es nicht verdient, zu siegen“, teilt Evra mit. Den Grund für das Scheitern der Mannschaft sieht er im Gegensatz zu vielen Medien und Zuschauern nicht in Rafael, der vorzeitig das Feld räumen musste: „Er ist ein junger Spieler – er wurde vom Platz geschickt, aber Manchester United kann Spiele auch mit zehn Spielern gewinnen“. Den englischen Titel sieht er aber schon bei Manchester United: „Wir müssen fünf Spiele gewinnen. Ist das schwer? Sicher nicht. Ich glaube, wir können das schaffen, aber nur, wenn wir Teamgeist zeigen. Wenn Manchester United mit dem richtigen Geist kämpft, kann uns niemand besiegen.“
April 6, 2010
Der englische Traditionsclub Newcastle United hat fünf Spieltage vor dem Saisonende den Aufstieg in die Premier League perfekt gemacht. Nach dem sang- und klanglosen Abstieg in der vergangenen Saison schafften die „Magpies“ – zu Deutsch: die Elstern – somit den sofortigen Wiederaufstieg in Englands höchste Spielklasse.
„Die Mannschaft hatte das echte Verlangen, so schnell wie möglich in die Liga zurückzukehren, von der jeder denkt, dass wir dorthin gehören“, sagte ein glücklicher Chris Hughton, der Trainer der Nordengländer. Hughton war während der letzten Saison zunächst im Gespann mit Newcastles Volksheld und früherem Spitzenstürmer Alan Shearer an den Tyne gekommen, von Shearer hatte sich der Club den Klassenverbleib erhofft – doch er scheiterte. Letzten Sommer übernahm Hughton das Traineramt dann alleinverantwortlich und kann nun den „stolzesten Moment meiner Karriere“ und das damit verbundene „fantastische Gefühl“ ausgiebig feiern.
Die Magpies gehören zu den Erstmitgliedern der 1992 aus der Taufe gehobenen Premier League. Nach 17 Jahren der Zugehörigkeit zur höchsten englischen Spielklasse stieg Newcastle im Mai 2009 erstmals ab.
Im berühmt-berüchtigten St. James‘ Park in Newcastle haben bereits einige große Spieler reüssiert oder zumindest zwischenzeitlich für den Verein gegen den Ball getreten: Michael Owen, Andy Cole, Paul Gascoigne, Dietmar Hamann, Kevin Keegan, Patrick Kluivert, Stuart Pearce, Ian Rush, Jon Dahl Tomasson und Chris Waddle sind – neben Alan Shearer – nur die bekanntesten von ihnen. Auch die Erfolge der Elstern können sich durchaus sehen lassen. So war man viermal englischer Meister, sechsmal FA-Cup-Sieger, einmal englischer Supercupsieger. Dazu gewann Newcastle einmal den Messepokal, einmal den UEFA Intertoto-Cup sowie einige weitere, wenn auch eher unbedeutendere, internationale Pokale.
Mit den Magpies kehrt also ein Urgestein und Aushängeschild des englischen Fußballs zurück auf die große Bühne namens Premier League. Inwiefern Chris Hughton auch in der kommenden Saison Stolz und große Gefühle erleben wird, muss abgewartet werden, doch als derart dominanter Aufsteiger müssen sie in Newcastle vielleicht gar keine Angst vor den großen Clubs haben.
April 1, 2010
Ganz Fußball-England war in einen Schock versetzt. Nicht nur, dass Manchester United in letzter Sekunde das Champions League Match beim FC Bayern München mit 1:2 verlor – nein viel schlimmer schien am Tag danach die Verletzung des Superstars Wayne Rooney. Immerhin haben die „Red Devils“ noch die Chance, den Spieß in der Champions League umzudrehen, mit einem Ausfall Rooneys jedoch, so scherzten schon einige Engländer sarkastisch, könne man sich die Kosten für die Fußball WM 2010 in Südafrika sparen und das Nationalteam gleich zuhause lassen. Denn bereits zuvor verloren die „Three Lions“ aufgrund von Verletzungen Superstar David Beckham und Michael Owen aufgrund schwerer Verletzungen für die WM 2010 und Ashley Cole dürfte nach einer schweren Verletzung nicht 100%ig fit sein.
Nach einer eingehenden Untersuchung haben sich die englischen Panikattacken jedoch gelindert. Wayne Rooney wird zwar Manchester United im Rückspiel gegen Bayern München sowie in den wichtigen nächsten Ligaspielen in der Premier League fehlen, doch bei den Welttitelkämpfen vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 werden die „Three Lions“ mit dem Toptorjäger auflaufen können. Denn Wayne Rooney wird voraussichtlich „nur“ zwei bis vier Wochen ausfallen. Der zunächst befürchtete Bruch des Mittelfußes bestätigte sich nicht. Der Mittelfuß des 24jährigen ist nur verstaucht. Dies ergab die Untersuchung, die noch in Deutschland ausgeführt wurde. Immerhin aber wird der Superstar den „Red Devils“ damit im vielleicht vorentscheidenden Match um die englische Meisterschaft am kommenden Samstag gegen den FC Chelsea fehlen.
März 27, 2010
Manchester United stellt offenbar rechtzeitig die Weichen für die Zukunft. Nach dem Verlust des portugiesischen Ausnahmefußballers Cristiano Ronaldo im Vorjahr gelang es den „Red Devils“ nun, einen anderen Portugiesen in ihren Reihen langfristig an den Verein zu binden. Denn der Mittelfeldspieler Nani hat seinen Vertrag mit dem aktuellen englischen Meister und Champions League Gegner des FC Bayern München in der kommenden Woche verlängert. Das neue Arbeitspapier von Nai läuft bis ins Jahr 2014.
Alex Fergusson, der Coach der „Red Devils“ zeigte sich hoch erfreut von der Vertragsverlängerung mit dem portugiesischen Mittelfeldspieler. „Wir sind sehr froh, dass wir den Vertrag mit ihm verlängert haben. Ich bin mir sicher, dass auf ihn bei Manchester United noch eine lange und erfolgreiche Karriere wartet”, erklärte der Coach der „Red Devils“.
Der Portugiese Nani trägt seit dem Jahr 2007 das Trikot von Manchester United. Davor hatte er vier Jahre lang für einen der Topclubs seines Heimatlandes, Sporting Lissabon, gespielt. In der laufenden Saison 2009/2010 hat der Mittelfeldspieler 15 Mal das Trikot der „Red Devils“ getragen und dabei ein Tor erzielt. Zudem gab er sechs Torvorlagen.