March 21, 2010
Am heutigen Sonntag wollen wir einmal in Länder blicken, die sonst nicht so im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses der Fußballfans liegen, aber dennoch interessant sind. Wie nämlich nun berichtet wurde, ist der Trainer des serbischen Erstligisten Roter Stern Belgrad, Vladimir Petkovic, entlassen worden. Trotz einer starken Saison von Roter Stern Belgrad unter Petkovic´s Regie musste der Trainer nach der zweiten Saisonniederlage seinen Platz räumen. Dies ist schon verwunderlich, da zum Zeitpunkt der Entlassung der serbische Fußballclub an der Spitze der Tabelle stand und den Einzug ins Pokalfinale geschafft hatte. Der Nachfolger steht bereits fest. Ratko Dostanic wird von nun an als Cheftrainer den Europapokalsieger von 1991 leiten. Dessen Position als Nachwuchscoach des Vereins soll Dostanic parallel zum Cheftrainerposten weiterhin ausüben. Wohin die Reise von Petkovic geht ist noch unklar.
Wie aus dem fernen Südafrika berichtet wurde, ist der ehemalige bulgarische Nationalspieler Hristo Stoichkov als Trainer des südafrikanischen Clubs Mamelodi Sundowns zurückgetreten. Grund für den Rücktritt ist unter anderem, dass der einstige Fußballer des Jahres von 1994 kein neues Angebot zur Vertragsverlängerung von Seiten des südafrikanischen Vizemeisters bekommen hatte. Trotz des sportlichen Erfolges, bei dem er das Team in der vergangenen Saison sogar auf den zweiten Platz geführt und damit zum Vizemeister gemacht hatte, bekam er von der Klubführung kein neues Angebot. Der Vertrag von Bulgariens Fussball-Idol läuft allerdings noch bis Ende Juni. Ob er den Vertrag erfüllt, ist noch nicht geklärt.
March 9, 2010
In China nimmt der aktuelle Manipulationsskandal unglaubliche Ausmaße an. Inzwischen sind auch Schiedsrichter darin verwickelt – unter anderem Lu Jun, der bei der WM 2002 in Japan und Südkorea zwei Spiele gepfiffen hat. Zudem gab es wohl auch Manipulationen im chinesischen Frauenfußball. Neben dem ehemaligen WM-Schiedsrichter sind Medienberichten zufolge wohl ein weiterer FIFA-Schiedsrichter sowie auch eine Frauen-Schiedsrichterin in den Manipulationsskandal involviert. Diese – sowie ein weiterer Referee – sind inzwischen verhört worden.
Seit mehreren Monaten erstreckt sich nun schon die Krise im chinesischen Liga-Fußball. Insgesamt sind in den vergangenen Wochen über 20 Funktionäre, Manager und Spieler verhaftet worden, da sie Spiele in China manipuliert haben sollen. In diesem Zusammenhang wurde auch der Verbandschef Nan Yong verhaftet, der daraufhin zurücktreten musste. Zudem wurde auch der Start der chinesischen Profiliga auf den 27. März 2010 verschoben.
Für den neuen Verbandsoberen in China, Wie Di, kommt die Verhaftung der Schiedsrichter nicht überraschend. Aufgrund der riesigen Dimension, die der Skandal angenommen habe, sei es klar gewesen, dass auch Referees mit verwickelt seien – genauso wie es keine Überraschung sei, dass Frauenspiele manipuliert worden sind. Bekannt wurde ebenfalls, dass auch Jugendspiele von den Manipulationen betroffen sind.
March 7, 2010
Bei zwei tragischen Zwischenfällen sind Fußballer in Paraguay und im Sudan gestorben. In Paraguay starb ein Zweitligafußballer während des Trainings. Zudem ist der nigerianische Stürmer Endurance Idahor bei einem Spiel zwischen Al-Amal und El-Merriekh in der sudanesischen Premier League ums Leben gekommen.
Diego Cantero vom Zweitligisten General Caballero ist beim Training des U20-Teams plötzlich auf dem Platz zusammengebrochen. Kurze Zeit später stellten die Ärzte im Krankenhaus fest, dass er an einem plötzlichen Herztod verstarb. Cantero ist seit dem Jahr 2007 bereits der dritte Fußballer in Paraguay, der so ums Leben gekommen ist.
Endurance Idahor von El-Merriekh bekam im Spiel gegen Al-Amal den Ellenbogen seines Gegenspielers in die Brust und brach zusammen. Augenzeugen zufolge handelte es sich um einen ganz normalen Zweikampf. Doch der 25jährige Spieler aus Nigeria verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus aufgrund eines Herzversagens. Eine Autopsie soll genaueren Aufschluss bringen. Das Spiel wurde nach dem Zwischenfall abgebrochen, was wiederum für Auseinandersetzungen auf den Tribünen sorgte.
Bei beiden Fällen kommt unweigerlich sofort die Erinnerung an den Kameruner Nationalspieler Marc-Vivien Foe. Dieser starb 2003 im Confed-Cup Halbfinale zwischen Kamerun und Kolumbien. Der 28jährige brach im Mittelkreis zusammen und starb kurze Zeit später an einer Herzmuskelerkrankung.