Der Afrikanische Fußball-Verband CAF ließ durch das internationale Sportgericht CAS bekanntgeben, dass die drakonische Strafe gegen die Fußball-Nationalmannschaft von Togo, die eine Sperre für zwei Kontinental-Meisterschaften vorsah, aufgehoben werden solle. Die Strafe wurde wegen “Einmischung der Politik” verhängt, als im Januar kurz vor dem Afrika-Cup 2010 ein Terror-Anschlag auf den Mannschaftsbus des Togoer Nationalteams verübt wurde. Drei Mitglieder der Delegation aus Togo wurden bei dem Überfall der FLEC-Rebellen getötet, in Konsequenz zog sich Togo zunächst unter den Eindrücken der Geschehnisse aus dem Fußball-Cup zurück, ließ sich aber die Option offen, zu einem späteren zeitpunkt erneut anzutreten.
Als es soweit war, unterband der Präsident von Togo die erneute Teilnahme – die Quittung des CAF: eine Sperre für gleich zwei Titelkämpfe. In Folge der Ereignisse trat unter anderem Nationalspieler Emmanuel Adebayor aus der Nationalmannschaft aus und konzentrierte sich nur noch auf seine Karriere bei Manchester City – Adebayor war zum Zeitpunkt des Überfalls im Bus und blieb durch Glück unbeschadet.
Unter anderem FIFA-Präsident Joseph Blatter ist es zu verdanken, dass CAF-Präsident Issa Hayatou am 15. Mai beim Exekutiv-Komitee des Kontinentalverbandes den Antrag zur Aufhebung der Strafe einreichen möchte. Er erklärte: “Ich bin sehr erfreut, dass wir eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden haben.”