Die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika wurde noch verpasst, für 2014 im Nachbarland Brasilien soll es dann endlich wieder klappen, nachdem das Land letztmalig 1998 in Frankreich bei einer WM dabei war. Kolumbiens Fußballverband möchte unbedingt wieder im Konzert der Großem mitspielen, wie zu jenen Zeiten, als der – allerdings eher durch seine extravagante Frisur aufgefallene – Nationalheld Carlos Valderrama hieß und zumindest hin und wieder mal einem Favoriten ein Bein stellen konnte. 2001 immerhin war man sogar mal Südamerika-Meister.
Möglich gemacht werden soll die Mission WM 2014 nun offenbar durch eine Doppelspitze, wie aus dem Verband bekannt wurde. Und ein Teil dieser Doppelspitze steht bereits fest: Francisco Maturana, ehemaliger Nationaltrainer, coachte das Team bei den Weltmeisterschaften 1990 und 1994. Jetzt wurde in Bogotá als neuer Generaldirektor alle kolumbianischen Nationalmannschaften vorgestellt. Maturana wiederum hätte gern, dass sein Landsmann Hernan Dario „Bolillo“ Gomez das aktuell nicht besetzte Amt des Nationaltrainers übernimmt. Der hatte es bereits einmal geschafft, mit Ecuador einen Außenseiter zu einer WM-Endrunde zu führen – 2002 in Japan und Südkorea war das Land qualifiziert (wie auch 2006 in Deutschland, da allerdings war Gomez nicht mehr der Trainer). Allerdings musste das Team nach der Vorrunde als Gruppenletzter bereits wieder abreisen. Immerhin aber konnte man das Gruppenspiel gegen die hoch favorisierten Kroaten gewinnen.