Die Spitzenteams aus der englischen Premier League zählten in den vergangenen Jahren stets zu den erfolgreichsten in den internationalen Club Wettbewerben und viele andere Länder schauten zu den Engländern auf. Allerdings haben die Teams von der britischen Insel dabei vor allem auf Pump gelebt wie es aussieht. Denn Manchester United und der FC Liverpool sind hoch verschuldet, Manchester City und der FC Chelsea sind ebenso nicht die gesündesten Vereine Europas.
Einem aktuellen Bericht der UEFA zufolge beläuft sich der Schuldenberg der englischen Vereine auf knapp vier Milliarden Euro. Dies sind 56 Prozent aller Schulden der europäischen Vereine. Die UEFA befürchtet sogar, dass die Schulden auf Dauer zu einer Einschränkung des Spielbetriebs führen könnten. Dabei dürfte die Situation momentan noch dramatischer aussehen, stammen die Zahlen der UEFA doch aus der Saison 2007/2008. Insofern kann durchaus eingeschätzt werden, dass die Situation gegenwärtig noch schlechter ist.
Wie schlimm es um die englische Premier League steht, zeigt auch die aktuelle Situation beim FC Portsmouth. Der Traditionsclub und Arbeitgeber des einstigen deutschen Juniorennationalspielers Kevin-Prince Boateng steht kurz vor der Insolvenz. Der Eigner Balram Chainraj jedenfalls hat die Hoffnung aufgegeben, obwohl er gegenwärtig nach eigenen Angaben mit vier möglichen neuen Investoren Gespräche führt. Am 1. März wird ein Londoner Gericht überprüfen, wie es mit der Zahlungsfähigkeit des Clubs aussieht. Aktuelle Steuerschulden sowie die fast jeden Monat vorkommende Verspätung der Lohnzahlungen deuten darauf hin, dass es mit dem FC Portsmouth wohl demnächst zu Ende geht.